Vorwort  

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Dieses " Lexikon " ist keine alles umfassende Enzyklopädie der Meteorologie, sondern ist für meine Wetter- Interessierten Besucher gedacht, die sich fragen: " Was ist denn Windchill, Taupunkt usw.?" Ich werde versuchen dies mit Beispielen zu erklären und zum besseren Verständnis auch mal  meteorologische Größen auf oder abrunden.

Bisherige Inhalte

Temperatur
Bodenfrost
Luftfeuchtigkeit
Taupunkt
Schwüle
Wind
Tabelle Windstärke
Windchill
Luftdruck
Hoch- und Tietdruckgebiete
Klimakatastrophe oder einfach doch nur eine Klima - Hysterie?
Bremerhaven Klima






Temperatur

Die Lufttemperatur wird in Wetterstationen im Schatten und in zwei Meter Höhe gemessen, weil darunter ein gewisses eigenes Klima herrscht.  Der Standort des Sensors muss einen gewissen Abstand von Häusern aufweisen. Allgemein müssen Messinstrumente gut belüftet, in einem zum Beispiel" Wetterhäuschen", am besten auf einer Rasenfläche stehen. Die Temperatur wird bei uns in Europa, in Grad Celsius gemessen °C.   Die Temperatur-Skala ist einfach: 0° gibt den Gefrierpunkt von Wasser an und 100° den Siedepunkt (Wasser kocht). Für einfache Wetter-Aufzeichnungen (Statistik) misst man die Tageshöchsttemperatur (Tmax.)  und die Tagestiefsttemperatur (Tmin.). Aus beiden Werten ergibt sich dann noch eine Durchschnitts-Temperatur. Für die Statistik zählt man auch Tage, die in einem bestimmten Temperatur-Niveau liegen. Eistage: Die Tageshöchsttemperatur lag unter 0°. Frosttage: Nur die Tiefsttemperatur lag unter 0°. Sommertage: Die Tageshöchsttemperatur lag über 25°. Tropentage: Die Tageshöchsttemperatur lag über 30°.

Bodenfrost

Die Lufttemperatur wird ja in 2 m Höhe gemessen, weil darunter ein gewisses eigenes Klima herrscht. In langen klaren und schwachwindigen Nächten, sinkt in Bodennahen Schichten, kalte Luft zu Boden, weil sie schwerer ist wie warme Luft  und sammelt sich dann in ca. 5 cm Höhe. Dieser Vorgang findet wie gesagt, nur in einer Schicht, vom Boden bis in 2 m Höhe statt. Dabei können in dieser Schicht im günstigsten Fall Temperaturunterschiede von bis zu 5° auftreten. Hört man dann morgens im Radio, für seinen Standort, die aktuelle Lufttemperatur beträgt plus 3°, so kann es dann am Erdboden aber minus 1° haben und man muß sein Auto schon vom Eis befreien. Bodenfrost tritt nicht nur direkt am Erdboden, sondern allgemein über Flächen, zB. Autobahnbrücken, Flachdächer, Waldlichtungen usw.auf, wo ja im Winter auch immer vor Glätte und überfrierender Nässe gewarnt wird.

Luftfeuchtigkeit

In der uns umgebenden Luft ist Wasserdampf ist enthalten .Wasserdampf ist gasförmiges Wasser und unsichtbar, wenn Wasserdampf kondensiert ist er sichtbar in Form von Nebel oder Wolken. Der Wasserdampfgehalt der Luft wird in der so genannten " relativen Luftfeuchtigkeit in % angegeben und man misst sie mit einem Hydrometer. Was ist mit relativ gemeint? Beispiel : Ein halb volles Glas Wasser ist relativ zu 50 % voll ,weil es würden ja noch 50 % rein gehen.  Ein 3/4 gefülltes Glas ist relativ  zu 75  % voll, weil es würden ja noch 25 % rein gehen  und ein volles Glas ist  zu 100 % .voll.  Das heißt , es geht absolut nichts mehr rein ins Glas bei 100 % .

So verhält es sich auch mit der Luftfeuchtigkeit. Beispiel : 30 % Luftfeuchtigkeit in Luft heißt,  die Luft ist trocken und könnte noch 70 % Feuchtigkeit aufnehmen. 80 % Luftfeuchtigkeit heißt , die Luft ist schon sehr feucht (im Sommer sehr schwül) und könnte noch 20 % Feuchtigkeit aufnehmen. Nähern wir uns der 100 % Luftfeuchtigkeit kondensiert die Luft langsam und es bildet sich Nebel . Bei 100 %  Luftfeuchtigkeit sprechen wir dann nicht mehr wie beim Glas von voll,  sondern die Luft ist gesättigt.

So jetzt steigern wir uns mal. Kalte Luft kann bedeutend weniger Wasser aufnehmen wie warme Luft bis sie gesättigt ist. Beispiel: 0° kalte Luft kann etwa 5g Wasser pro Kubikmeter aufnehmen bis sie gesättigt (100 %) ist. 30° warme Luft kann aber etwa 30g Wasser  aufnehmen bis sie gesättigt ist.  "1000g Wasser = 1 Liter"

Jetzt können wir daraus folgern: Wenn warme Luft sich abkühlt muss die Luftfeuchte steigen. Dazu ein Beispiel mit Zahlen die sich leichter Rechnen lassen. Bezogen auf 1 Kubikmeter.                                  

10° kalte Luft hat bei 100%  / 10g Wasser gespeichert.       9° kalte Luft hat bei 100% / 9g Wasser gespeichert.

10° kalte Luft hat bei   90%  /   9g Wasser gespeichert.       9° kalte Luft hat bei   90% / 8g Wasser gespeichert.

10° kalte Luft hat bei   80%  /   8g Wasser gespeichert.       9° kalte Luft hat bei   80% / 7g Wasser gespeichert.

Jetzt kühlt sich 10° kalte Luft mit 80% Luftfeuchtigkeit ( 8g Wasser) um 1° ab. Was passiert? Die Luft hat sich also auf 9° abgekühlt,  aber die 8g Wasser sind geblieben. 9° kalte Luft hat mit 8g Wasser 90% Luftfeuchtigkeit. Fazit: Die Luftfeuchte ist um 10% gestiegen.

Also wenn die Lufttemperatur sinkt, steigt die Luftfeuchtigkeit, wenn die Temperatur steigt, sinkt die Luftfeuchtigkeit.

Nebel am Boden entsteht, wenn man sich, in etwa der 95% Marke nähert. Wenn es regnet, hat man von Haus aus, um die 95% Feuchte und dazu meist keinen Nebel.

Wolken: Wenn durch Sonneneinstrahlung der Boden sich erwärmt, steigt die Luft, wie ein Heißluftballon nach oben (Thermik), weil warme Luft leichter ist wie kalte. Dabei kühlt sie sich ab, in etwa um 1° pro 100 Meter  und abkühlen heisst, die Luftfeuchtigkeit steigt, bis 100% erreicht sind und wir sehen eine Wolke (Schönwetterwolke).  Die meisten Wolken am Himmel, entstehen aber durch unterschiedlich temperierte Luftmassen in der Höhe (Warm-u Kaltfronten), und den dadurch resultierenden kondensations Prozessen.

Was kann man nun für Wetter Rückschlüsse ziehen wenn man die Luftfeuchte misst?

Ist die Luftfeuchte bei Sonnenuntergang hoch ( 80%), so kühlt es in der Nacht nur um ein paar Grad ab und die Gefahr von Nebel ist groß,denn man kommt bei Abkühlung schnell an die 100% Luftfeuchtigkeit heran. Vorausgesetzt es findet kein Wetterumschwung statt! Die Feuchtigkeit in der Luft steigt meistens 1-2 Std. bevor es Regen gibt an. Sie gibt an ob die Luft sehr trocken ist 0% - 40% ( Böden trocknen sehr schnell aus, im Winter schnell spröde Lippen, im Sommer hohe Sonnenbrandgefahr) 40%-60% ( das ist so unser Wohlfühl-Bereich) 60%-100% ( Im Sommer der schwüle Bereich der Luft, im Winter bei Frost und hoher Luftfeuchte der Rauhreif).Generell ist die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit im Winter höher wie im Sommer, bedingt durch die Temperaturunterschiede von Tag und Nacht.

Kommt man in die Nähe von 100% Luftfeuchtigkeit,  so ändern sich die Temperaturen nur noch ganz wenig.

Taupunkt

Der Taupunkt setzt sich aus der aktuellen Lufttemperatur und der aktuellen Luftfeuchtigkeit zusammen. Er gibt an, wann man den Sättigungsgrad der Luft (100% Luftfeuchtigkeit), bei den aktuellen Messwerten erreichen würde. Man kann von der Taupunkttemperatur am Abend, schon meistens in etwa ablesen, wie kalt es in der Nacht wird, vorausgesetzt, es findet kein Wetterumschwung statt.

Schwüle

Wie schon bei der Luftfeuchtigkeit beschrieben, ist in unserer Luft Wasserdampf enthalten.Wasserdampf hat auch einen Druck den Wasserdampfdruck ( Teekessel pfeift, Dampfmaschine). Wir Menschen kühlen uns, wenn es uns zu warm wird, in dem wir schwitzen. Es ist dabei in erster Linie nicht die Schweißperle die uns kühlt, sondern die Verdunstung dieser. Verdunstung setzt physikalisch kälte frei. Wenn sich ein Schweißtropfen  in Wasserdampf umwandelt entsteht auch ein Wasserdampfdruck. Ist nun der Wasserdampfdruck, in der uns umgebenden Luft höher, als der Wasserdampfdruck der Schweißperle, so findet keine keine Verdunstung der Schweißperle statt und wir schwitzen und die Kleidung klebt am Körper den ganzen Tag und wir sagen: "Ist das schwül heute". Natürlich schwitzen wir auch nach einer körperlichen Anstrengung, wenn die Luft trocken und nicht schwül ist, aber man ist dann nach 10 Minuten Pause, wieder so gut wie" abgetrocknet". 

Wann und wie schwül es ist, hängt mit der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit zusammen. Schwüle empfinden wir in etwa bei 20° und 80% Luftfeuchte. Bei 25° schon bei 60% Luftfeuchtigkeit und bei 30° gar schon bei 45%. Wir sehen, je höher die Lufttemperatur ist, desto weniger Luftfeuchte ist erforderlich, um schwüle zu erzeugen.

Wind

Wind entsteht durch unterschiedliche Druckverteilungen in der Troposphäre. Die Troposphäre ist die erste Schicht in unserer Atmosphäre, in der sich das gesamte Wettergeschehen abspielt. Sie reicht am Nordpol in etwa vom Boden bis in  6 km höhe. In Deutschland reicht die Schicht  ca.11-13 km in die Höhe und am Äquator etwa 16 km. Die Temperaturen nehmen in dieser Schicht kontinuierlich nach oben hin ab und erreichen an der Grenze zur nächsten Schicht der Stratosphäre, so um die minus 60°. In der Stratosphäre wird es wieder wärmer, was Wolken daran hindert höher aufzusteigen.

Es gibt Hoch-und Tiefdruckgebiete. Wir stellen uns ein Hoch als einen Berg vor und ein Tief als ein Tal. Der Wind fließt vom Berg ins Tal um dieses wieder aufzufüllen, will beides wieder auf gleiche höhe bringen. Ist der Berg  besonders hoch und das Tal besonders tief gelegen, so strömt der Wind schneller. Liegen Berg und Tal dabei noch dicht beieinander, so strömt der Wind noch schneller.

Fazit: Liegen ein Hochdruckgebiet und ein Tiefdruckgebiet, mit hohen Luftdruckgegensetzen nah beisammen, so hat man den stärksten Wind. Liegen diese Druckgebilde weit auseinander, den schwächsten.

Wind wird in unterschiedlichen Einheiten gemessen. In Kilometer pro Stunde km/h, in Meter pro Sekunde m/s, in Knoten pro Stunde Kn oder man gibt die Windstärke in Beaufort bft an, zb.Windstärke 5.

Die Windrichtung, gibt man nach der Himmelsrichtung, aus der der Wind weht an, oder nach einer Kompassrose, in Grad ° an. Der Kreis der Kompassrose hat 360°. Ost = 90°, Süd =180°, West =270°, Nord = 360°.

Tabelle Windstärke und Windgeschwindigkeit

( Mal so mit einem Taschenrechner auf ein zehntel gerundet)

Beaufort (Bft) Bezeichnung Km/h m/s Knoten
0 Windstille unter 1 unter 0,3 unter 0.5
1 leiser Windzug 1- 5, 9 0.3- 1,6 0.5- 3,1
2 leichte Brise 6- 11,9 1,7- 3,2 3,2- 6,4
3 schwache Brise 12- 19,9 3,3- 5,5 6,5- 10,7
4 mäßige Brise 20- 28,9 5,6- 8,0 10.8- 15,6
5 frische Brise 29- 38,9 8,1- 10,7 15,7- 21
6 starker Wind 39- 49,9 10,8- 13,8 21,1- 26,9
7 steifer Wind 50- 61,9 13,9- 17,1 27- 33,4
8 stürmischer Wind 62- 74,9 17,2- 20,7 33,5- 40,4
9 Sturm 75- 88,9 20,8- 24,6 40,5- 48
10 schwerer Sturm 89- 102,9 24,7- 28,5 48,1- 55,5
11 orkanartiger Sturm 103- 117,9 28,6- 32,6 55,6- 63,6
12 Orkan über 118 32,7 und mehr 63,7 und mehr

Für Aufzeichnungen misst man einmal die durchschnittliche Windgeschwindigkeit und einmal die Windspitzen. Hört man in den Nachrichten zB. Deutsche Bucht Windstärke 8,  so ist damit die durchschnittliche Windgeschwindigkeit gemeint. In Böen kann es dabei aber auch Windstärke 10 bis 11 geben.

Windchill

Die Windchill-Temperatur gibt uns in erster Linie in der dunklen Jahreszeit an, wie kalt wir die aktuellen Außentemperaturen empfinden ( gefühlte Temperatur). Diese ist abhängig von der Temperatur und der Windstärke.

Unsere Körpertemperatur beträgt ja fast 37° und deshalb strahlt unsere Hautoberfläche auch Wärme ab. Ist der Wind schwach, so baut sich auf unserer Hautoberfläche eine Art isolierende Schutzschicht mit warmer Luft auf ( zweiter Pullover) und lässt uns die Temperaturen so empfinden wie sie sind. Kommt jetzt ein stärker werdender Wind ins Spiel, so wird die Schutzschicht zerrissen und wir empfinden die Temperaturen bedeutend tiefer als sie sind. Man friert und kühlt schneller aus im Wind.

Ein kleiner Gartenteich friert über Nacht bei Windstille und minus 3° nicht gleich zu. Bei einem starken Wind kann er aber sehr schnell zufrieren.

Bei  minus 5° und 10 km/h Wind, empfindet man die Temperatur wie etwa minus 9°.

Bei  minus 5° und 40 km/h Wind, fühlt sie sich schon an wie etwa minus 14°.

Luftdruck

Unsere Luft hat natürlich auch eine Masse. Ein Kubikmeter Luft wiegt etwa 1,29 kg und drückt mit ca. 1 kg pro cm² auf alles, um uns herum ( unserer Haut, Fernseher usw). Luft ist in bodennahen Schichten durch sein Eigengewicht stark komprimiert. Warum werden wir, bei so einem hohen Druck nicht zerdrückt? Wie alle Lebewesen haben wir uns im Laufe der Evolution an den Luftdruck gewöhnt. Pottwale tauchen ohne weiteres 2000 m tief. Das entspricht einem Druck, von 200 kg pro cm². Die Wale werden aber in dieser Tiefe nicht zerdrückt, U-Boote schon. Die Wale haben sich eben an den Wasserdruck gewöhnt.

Den Luftdruck misst man mit mit einem Barometer, in Hektopascal (hPa) " 1000 Hektopascal = 1Bar ". Bis vor noch nicht allzu langer Zeit, wurde noch in Millibar gemessen "1000 Millibar = 1Bar". Das Prinzip, wie eines der ersten Barometer überhaupt funktionierte, kennen wir alle, ohne uns jemals darüber Gedanken gemacht zu haben. Man nehme einen Strohhalm und stelle diesen in ein Glas Wasser. Jetzt ist der Luftdruck auf der Wasseroberfläche und im Strohhalm gleich. Nun ziehen wir am Strohhalm und das Wasser beginnt im Halm zu steigen.

Warum? Wir ziehen langsam Luft aus dem Strohhalm und erzeugen so einen Unterdruck im Halm. Der Luftdruck auf der Wasseroberfläche ist nun größer und drückt das Wasser, in dem Strohhalm hinein, in die Höhe. Man kann das Wasser im Strohhalm nur so weit hoch ziehen, bis alle Luft aus dem Strohhalm heraus ist und wir im Halm ein Vakuum haben. Das schaffen unsere Lungen natürlich nicht mehr. Im Vakuum, würde das Wasser etwa 9,8 m im Strohhalm steigen.

Beim ersten Barometer nahm man nicht Wasser und einen Strohhalm, sondern Quecksilber und einen Glaszylinder. Quecksilber ist etwa 13 mal schwerer wie Wasser. Das hatte zur Folge, das Quecksilber, in einem Glaszylinder, aus dem man die Luft bis ins Vakuum abgesaugt hatte, nicht 9,8 m, sondern nur ca. 760mm (76cm den 13 Teil von Wasser) hoch stieg. Vorteil, jetzt hatte man ein handliches Messinstrument.

Fiel oder stieg der Luftdruck, so veränderte sich auch der Stand der Quecksilbersäule im Glaszylinder. Als Einheit, Maß man der Einfachheit halber, die Höhe der Quecksilbersäule in mm. Auf meinem alten wandhängenden Barometer (mit Zeiger) stehen noch die Einheiten Millibar und mm. " 1013 Millibar = 1013 Hektopascal = 760 mm "

Der Luftdruck, bewegt sich in unseren Breiten, in etwa zwischen min. 950 Hektopascal und max. 1060 Hektopascal. Der durchschnittliche Luftdruck liegt bei 1013 hpa. Fällt der Luftdruck, so wird es wechselhafter. Steigt der Luftdruck, so bessert sich das Wetter. Wie schnell eine Wetteränderung von statten geht, hängt von der Luftdruckveränderung ab, ob der Luftdruck schnell oder langsam fällt. Druckveränderungen gibt man in der Regel über einen Zeitraum von 3 Stunden an. Zum Beispiel (minus) - 1,7 hPa/3h. Man gibt auch eine Tendenz an  z.B. Tendenz fallend, oder Tendenz steigend und Tendenz gleichbleibend.

Der Luftdruck, nimmt in den untersten Schichten der Troposphäre, um ca. 1 hPa auf 9 m Höhe ab und erreicht in 5000 m, um die 500 hPa.

Im Winter sind die Luftdruckgegensätze von Hochdruckgebieten und Tiefdruckgebieten bedeutend höher wie im Sommer ( Hochdruckgebiete haben mehr Hectopascal, Tiefdruckgebiete haben weniger Hectopascal). Die Ursache dafür sind die höheren Temperaturunterschiede zwischen Arktis und dem Äquator im Winter. Darum treten besonders in den Wintermonaten starke Stürme auf.

Luftdruckveränderungen von 0 - 4 hPa in 24 Std. sind leicht, 4 - 8 hPa mäßig , darüber stark. Ist der Luftdruck schon tief und man hört : Luftdruck  995 hPa Tendenz stark fallend, so ist mit einem schweren Sturm zu rechnen.

Barometerstand

 Wettergeschehen mal so über den Daumen

950 bis 985 hPa Sehr unbeständig, sehr  windig , erhöhte Orkangefahr, teils starke und ergiebige Niederschläge
985 bis 1000 hPa Sehr unbeständig, Sturm oder Orkangefahr, teils starke und ergiebige Niederschläge
1000 bis 1015 hPa Wechselhaft, seltener stürmisch, gemäßigte bis starke Niederschläge, aber auch längere trockene Perioden mit Sonne möglich 
1015 bis 1025 hPa Leicht wechselhaft, äußerst selten stürmisch, gemäßigte Niederschläge, im Sommer manchmal längere Schönwetterperioden
1025 bis 1035 hPa Leicht wechselhaft, schwache bis gemäßigte Niederschläge, meist aber trocken im Sommer oft schön, im Winter oft trüb mit Nebel
1035 und mehr ruhiges Hochdruckwetter kaum Regen oder Wind, im Sommer meist schön, im Winter oft trüb mit Nebel

Aber Vorsicht ein Hochdruckgebiet heißt nicht immer gleich schönes Wetter und unter Tiefdruckeinfluß kann auch die Sonne scheinen!

Hochdruck und Tiefdruckgebiete

Hochdruckgebiete, sind wie der Name schon sagt, geographische Regionen, in denen ein hoher Luftdruck vorherrscht. Hochdruckgebiete entstehen einmal durch absinkende Luftmassen, fast vergleichbar, wie bei einem Heizkörper unter dem Fenster, wo erwärmte Luft unter die Decke steigt, an der Decke zur gegenüberliegenden Wand zieht und da wieder absinkt und einmal besonders im Winter, durch starke Abkühlung von Luftmassen, über den zentralen Kontinenten zB. Russland Sibirien und Kanada.

Absinkende Luftmassen erhöhen am Boden den Druck und sehr kalte Luftmassen haben eine höhere Dichte wie warme, sind daher schwerer und erhöhen deshalb den Druck.

Absinkende Luftmassen erwärmen sich physikalisch, was zur Folge hat, das sich Wolken bei Annäherung eines Hochdruckgebietes langsam auflösen, das heißt: Die Wolken werden langsam von oben Schicht für Schicht abgetragen. Darum herrscht in einem Hochdruckgebiet oftmals schönes Wetter vor, außer im Herbst und Winter. Da kann sich mangels Sonneneinstrahlung, eine bodennahe Kaltluftschicht bilden, die dann an der Grenze zur wärmeren Luft in der Höhe, eine hochnebelartige Bewölkung ausbildet. Diese kann dann über Tage anhalten. Die Temperaturen liegen in einem Hoch, in 5 km Höhe, so um die minus 20°, während sie im einem Tief, bei etwa minus 40° liegen können.

Das Zentrum in einem Hochdruckgebiet, da wo der Luftdruck am höchsten ist, bezeichnet man als Kern, Zelle oder eben als Zentrum. Es gibt verschiedene Varianten von Hochdruckgebieten. Ein Hoch kann fast kreisrund, oder auch in die Länge gezogen sein. Ein Hoch kann einen Hochdruckkeil ausbilden. Aus einem Hochdruckkeil heraus, kann auch eine neue selbstständige Hochdruckzelle entstehen. Wenn sich zwei Hochdruckgebiete verbinden und dabei aber beide einen eigenen Kern behalten, zB. einen über England und einen über Skandinavien, so spricht man von einer Hochdruckbrücke bzw. Hochdruckzone. Zwei Hochdruckzellen können aber auch miteinander verschmelzen und ein eigenständiges Hoch bilden.  Ein Hochdruckkeil beeinflusst unser Wetter, in dem es eine Wetterbesserung gibt, meist nur für 24 bis 36 Stunden ( Quasi bei Westwind-Wetterlagen, von einem Regengebiet bis zum nächsten). 

Der Wind strömt  im Uhrzeigersinn um den Kern eines Hochdruckgebietes herum. Liegt zB.ein Hoch im Winter über England, so kommt der Wind bei uns aus nordwestlichen Richtungen und ist mild, da der Wind ja immer nur einfach Großbritannien umrunden muss. Bildet aber das gleiche Hoch  einen Keil nach Island aus, so kommt der Wind zwar weiter aus der gleichen Richtung, ist aber schon eher Nasskalt, da der Wind um den Keil herum ziehen muß, also bis in den isländischen Raum rauf und dann wieder runter bis in unsere Regionen. Verbindet sich  nun auch noch der Hochdruckkeil, mit dem meist vorherrschenden Grönland-Hoch und bildet eine Hochdruckbrücke mit dem England-Hoch zusammen aus, so ist der Luftmassen Transport aus dem Westen blockiert und der Wind kommt aus nördlichen Richtungen zu uns, aus dem südlichen Nordpolarmeer und ist, da er noch übers Wasser an der norwegischen Küste vorbei kommt, nur mäßig kalt.

Wettergeschehen bei bestimmten Hochdrucklagen mal so über dem Daumen

Hoch über Deutschland

Im Sommer meistens schönes Wetter, im Winter oft trüb und Nebel anfällig, schwachwindig und Niederschlagsarm

Hoch über Skandinavien

Im Sommer meistens schönes und warmes Wetter, im Winter oft auch viel Sonne und meistens frostig, zeitweise weht ein böiger östlicher bis nordöstlicher Wind, im Winter unangenehm kalt empfunden ( Windchill). Diese Wetterlage kann sehr beständig sein.

Hoch über Polen, Baltikum oder dem Balkan 

Im Sommer oft schön, aber oft mit einer zunehmenden schwüle verbunden und daher im Sommer meist nicht langlebig, im Herbst manchmal beständiger Altweibersommer, im Winter gemäßigte kälte und oft trübe, südliche bis südöstliche Winde, die besonders im Winter unangenehm böig sein können ( Windchill).

Hoch über dem Alpenraum, Frankreich oder Spanien 

Im Sommer unbeständig und meist nur mäßig warm, manchmal aber auch kurzfristig sehr warme und schwüle Luft aus dem Mittelmeerraum, im Winter sehr unbeständig und zeitweise recht windig und sehr mild, südwestliche bis westliche Winde

Hoch über Großbritannien und Irland

Im Sommer kühl und wolkenreich , kann manche Jahre, besonders im Mai und Juni, über Wochen anhalten,  im Winter mild und wolkenreich, westliche bis nordwestliche Winde

Der Wind weht nur in der nördlichen Hemisphäre ( alles was nördlich vom Äquator liegt) um ein Hochdruckgebiet, im Uhrzeigersinn herum. In der südlichen Hemisphäre, weht der Wind entgegengesetzt. Hervorgerufen wird dieses Phänomen durch die Erdrotation.

Tiefdruckgebiete, die für unser Wetter in erster Linie maßgebend sind, entstehen  über dem nördlichen Atlantik. Am Nordpol (Arktis), wird laufend Kaltluft produziert, die das Bedürfnis hat, nach Süden abzufließen. Durch die Erdrotation, wird diese Luftströmung nach Südwesten abgelenkt. Am Äquator, wird durch die senkrecht stehende Sonne laufend Warmluft produziert, die nach Norden und Süden abfließen muss. Der Teil, der nach Norden fließt, wird ebenfalls durch die Erdrotation, in diesmal nordöstlicher abgelenkt. Die kalten und warmen Luftmassen treffen dann oft im Neufundländischen Seegebiet ( genau westlich von Deutschland, vor der amerikanischen Küste gelegen) aufeinander und bilden dann erst ein kleines schwaches Tiefdruckgebiet aus, was dann unter Intensivierung in Richtung Island zieht und erst da als sogenanntes Island-Tief für uns Wetterbestimmend wird.

Ein Tiefdruckgebiet entsteht also durch das zusammentreffen von warmen und kalten Luftmassen. Kalte Luft ist schwerer wie warme und schiebt sich so unter die warme Luft, hebt diese an und läßt so einen Unterdruck entstehen. Zweitens reicht warme Luft höher, in unserer Troposphäre hinauf wie kalte, so das warme Luft von oben auf die kalte Luft strömt und so noch einmal ein Unterdruck entsteht. Jetzt kommt noch die Erdrotation dazu und bringt die beiden Luftmassen langsam ins rotieren und fertig ist ein Tiefdruckwirbel. Ein Tiefdruckwirbel ist im Prinzip ein Sog (Strudel) der nach oben gerichtet ist und so am Boden einen Unterdruck entstehen läßt. Tiefdruckgebiete können aber auch über dem Festland entstehen , wenn es sehr heiß ist und großflächig warme Luft aufsteigt und so ein Unterdruck am Boden entsteht. Man spricht dann von einem Hitzetief, was uns Hitze bzw. Wärmegewitter bringen kann. Ein weiteres Tief, was für uns besonders in den Wintermonaten manchmal Wetter wirksam ist, ist das Mittelmeertief. Es entsteht wenn kalte Luftmassen über Frankreich ins Mittelmeer strömen und da auf die, durch das Wasser erwärmten Luftmassen des Mittelmeeres treffen. Dieses Tief, zieht dann meistens über Italien, dem Balkan in Richtung Nordosten und kann uns von Osten her, länger anhaltende Niederschläge bringen.

Die Zugrichtung von Tiefdruckgebieten wird von der Höhenströmung (Jet-Stream) bestimmt. Die Höhenströmung, ist mal salopp gesagt, eine Autobahn, die in etwa 7 km bis 9 km Höhe, wellenförmig von West nach Ost verläuft und  durchgehend die nördliche Erdhalbkugel umrundet. Sie trennt arktische von subtropischen Luftmassen. Die Autobahn ( Strömung) ist nur etwa 100 km breit, aber auf der Überholspur können Windgeschwindigkeiten von mehr als 500 Stundenkilometern erreicht werden. Befindet man sich südlich der Strömung, so ist man auf der milden Seite, ist man nördlich der Strömung, auf der kühlen Seite.

Tiefdruckgebiete können genau wie Hochdruckgebiete ganze Systeme bilden, die mehrere Kerne umfassen. Tiefdruckgebiete können auch einen Keil ausbilden, der dann aber Trog genannt wird. Ein einzelnes kräftiges Tief, kann einen Durchmesser von bis zu 3000 km haben und wird dann als  Zentraltief bezeichnet. An den südwestlichen Rändern von zentralen Tiefdruckgebieten bilden sich oft Randtiefs aus. Diese ziehen dann meist erst südlich vom Kern in östlicher, später nördöstlicher Richtung und vergehen dann aber schnell. Im Winter kann ein Randtief, manchmal sehr schnell ziehen und schwere Stürme auslösen.

So lag aus meiner Erinnerung heraus am 13.11.1972 ein zentrales Tief vor der norwegischen Küste. An dessen Rand bildete sich über England ein Randtief aus, was dann unter extremen Luftdruckabfall im D-Zug Tempo über Norddeutschland raste. Dagegen war das Orkantief Kyrill zumindest in Norddeutschland ein laues Sommerlüftchen. Einen solchen Luftdruckabfall und anschließenden Anstieg innerhalb von 12 Std. habe ich bis heute noch nicht wieder erlebt. Diese schnell ziehenden Randtiefs bezeichnet man auch als Schnellläufer.

Für unser meist unbeständiges Wetter sind in der Regel ein oder mehrere zentrale Tiefdruckgebiete über dem Atlantik, Nordatlantik, Island oder Großbritannien zuständig, die die Strömung lenken und uns dann mit ihren Randtiefs, regelmäßig mit Schlechtwetterfronten versorgen.

Tiefdruckgebiete leben nicht ewig. Sie entstehen, der Luftdruck fällt (sie vertiefen sich), so ein bis vier Tage lang, halten dann für ein paar Tage ihren Druck und füllen sich dann langsam wieder auf ( der Luftdruck im Kern steigt wieder an) und vergehen schließlich.

Der Wind weht auf der nördlichen Erdhalbkugel entgegen dem Uhrzeigersinn um den Kern eines Tiefdruckgebietes herum.  

In Wetterkarten wird ein Hoch mit einem H gekennzeichnet und ein Tief mit einem T. Die Linien ( Kreise) in Wetterkarten, um ein Hoch oder ein Tief herum, sind Linien gleichen Luftdruckes ( Isobaren). Auf der Linie herrscht der gleiche Luftdruck zb. 1000 hpa auf der nächsten Linie 1005 hpa.

Klimakatastrophe oder einfach doch nur eine Klima - Hysterie? 

 verfasst Juli 2007  

Dies schreib ich mal, nicht um zu zeigen, das ich gerne mal gegen den Strom schwimme, sondern um zu zeigen, das jede Medallie zwei Seiten hat, mal was zum nachdenken.

Wir leben ja in einem medialen Zeitalter, in dem ja fast kein Tag vergeht, wo wir nicht mit irgendwelchen Horrorszenarien, einer uns bevorstehenden Klimakatastrophe konfrontiert werden. Da wird schon fast jede dunkle Wolke, die sich über Deutschland zeigt, als Prophezeiung, einer uns bevorstehenden Apokalypse interpretiert. Da stellt sich plötzlich ein Al Gore, der ja im Jahre 2000, die Wahl gegen George Bush verloren hat, mit einem Film der Wetter extreme beinhaltet ( Eine unbequeme Wahrheit) und einem Live Earth Konzert, als neuer Retter der Menschheit vor. Ja, da steigen wieder die Aktien, der Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen und der Kontostand. Da werden für die UN Klimaberichte erstellt, wie sich das Klima meinetwegen bis 2050 entwickelt und der neuste Hit, der jetzt von einigen Wissenschaftlern vertreten wird ist der, wenn wir jetzt unsere Schadstoffemession um den Faktor X reduzieren, dann ist in ein paar Jahrzehnten wieder alles gut mit dem Klima. Manchmal glaube ich, das seit der Erfindung des Wortes "Klimakatastrophe" ein Zug fahrt aufgenommen hat, in dem es 3 Klassen gibt und alle die in der 2. und 3. Klasse sitzen, sind nicht in der Lage ein 5 € Thermometer richtig abzulesen. Und wer ist an allem Schuld? Ach ja, der Mensch.

Fakt ist, das die Durchschnitts-Temperatur auf der Erde, ist in den letzten 100 Jahren, um ca. 1° gestiegen ist. Wie stellt man sich ein Grad vor? Man kann sagen, das die durchschnittliche Frostgrenze um 100 m gestiegen ist, erklärt das langsame abschmelzen der Alpengletscher, oder das Deutschland klimatisch ca. 100- 150 km näher ans Mittelmeer gerückt ist.

Was heißt überhaupt der Durchschnitt? Wir stellen uns vor, ein durchschnittlicher Mensch ist 175 cm groß. Jetzt gehen wir in eine belebte Fussgänger-Zone und denken, hier müßten wir ja auf viele durchschnittliche Menschen treffen und was sehen wir? Kinder, kleine Menschen, größere und ganz große Menschen, aber nur ganz vereinzelt ist einer dabei, der genau 175 cm groß ist. Beim Wetter ist es da genau so. Entweder ist es zu kalt oder zu heiß, zu trocken oder zu nass, nur durchschnittlich, durchschnittlich ist es am seltensten.

Was heißt überhaupt in 100 Jahren ? Die Erde ist etwa 5 Milliarden Jahre alt und seit etwa 3 Milliarden Jahren gibt es so etwas wie Leben auf der Erde. Das heißt: Wir haben seit wenigstens 3 Milliarden Jahren ein Klima, sprich ein Wetter auf Erden. Gemessen an 3 Milliarden Jahren Wetter, sind 100 Jahre Wetteraufzeichnug natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eines flachen kreisrunden Steines, mit einem Durchmesser von ca. 62 m, wenn man einen mittleren Regentropfen mit 1cm² Aufschlagsfläche zu Grunde legt.

Seit dem es ein Klima gibt, solange gibt es auch schon Klimaschwankungen. Diese zeigen sich in Eiszeiten und in Warmzeiten. In einer Eiszeit sind die Pole vereist und die meisten Gebirge sind vergletschert. In Warmzeiten sind die Pole so gut wie Eisfrei und Gebirge haben keine Gletscher mehr. Die zeitliche Länge von Eis- und Warmzeiten ist unregelmäßig. Sie können Millionen Jahre, oder nur ein paar hunderttausend und weniger Jahre anhalten. Innerhalb von Eis- und Warmzeiten gibt es weitere kurzfristige Klimaschwankungen, zB. wird es dann in einer Eiszeit mal für 5000 bis 15000 Jahre plötzlich wieder wärmer. Und das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht, denn in den kurzfristigen Klimaschwankungen treten noch weitere Schwankungen auf, die bis zu kurzen fast periodischen Schwankungen von 5 - 15 Jahren runter reichen. Aktuell leben wir in einer Eiszeit, die schon seit ca. 2,5 Millionen anhält, in einer kurzfristigen wärmeren Phase, die seit ca.10.000 Jahren anhält. So wer jetzt nach diesen kleinen Verwirrspiel sagen kann, wie es denn mit den natürlichen Klimaschwankungen, in den nächsten 50... 100...250 Jahren weitergeht der hebe die Hand. In den letzten 1000 Jahren hat es Hungersnöte gegeben, weil das Wetter plötzlich über Jahrzehnte viel zu kalt war und dann war es auch mal wieder wärmer über längere Zeit. Vor 10.000 Jahren war Nordafrika ein grünes Land mit reichlich Regen und in Mitteleuropa war es wesentlich kälter.

Die klimatischen Unterschiede von Warm und Eiszeiten sind natürlich Enorm. Einmal dürfte die Durchschnittstemperatur der Erde dabei um 10° bis 20° schwanken und der Meeresspiegel schwankt in dieser Zeit um ca. 100 m. Würde das ganze Eis der Erde schmelzen, dann würde meine Station nicht mehr die Lufttemperatur melden, sondern nur noch die Wassertemperatur in 66 m Tiefe. Aber keine Bange, in den letzten 40 Jahren, konnte ich bei regelmäßigen Deichbegehungen, keine merkliche Erhöhung des Meeresspiegels fest stellen.

Viele Faktoren spielen eine Rolle, das es zu Warm und Kaltzeiten kommt. Die Erde läuft nicht wie ein Uhrwerk um die Sonne, sondern hat in tausenden von Jahren andere Umlaufbahnen und Abstände von der Sonne. Der Neigung der Erdachse haben wir es ja zu verdanken, das wir Jahreszeiten haben, aber auch die Erdachse verändert sich langsam aber laufend. Warme Meeresströmungen versiegen, neue entstehen. Die Kontinentalplatten driften, neue Gebirge entstehen und verändern die Luftströmungen usw.

Da werden Wetter - Klima - Computer - Simulationen für diese fragwürdige Klimagipfel erstellt, wie denn das Wetter im Jahre 2050 so ist, wenn wenn es wirklich bis dahin im Schnitt um 2- 3° wärmer wird. Da wird dann gesagt der Osten vertrocknet, der Süden liegt unter einer Hitzeglocke und in Norddeutschland wird es regelmäßig starke Stürme geben. Wetter- Computer- Modelle? Fällt der Groschen! Ein Wetter- Computer kann manchmal nicht für drei Tage das Wetter richtig vor....... Ich muss doch sehr bitten meine Herren.

Ich denke, das wenn sich die Durchschnittstemperaturen auf Erden um 2- 3° erhöhen sollten, dann würde die Frostgrenze in den Gebirgen um 200-300im steigen, weil die Temperatur, in den unteren Luftschichten, um etwa 1° pro 100 im abnimmt, also auch die Gebirgsgletscher würden weiter abschmelzen, was aber den Meeresspiegel nicht sonderlich belasten würde. Ferner würde ein Teil vom Nordpol abschmelzen, würde aber den Meeresspiegel auch nicht sonderlich belasten, da der Nordpol nichts anderes ist, als eine riesengroße flache Eisscholle, die auf dem Nordpolarmeer vor sich hindümpelt. Grönland und der Südpol sind hingegen Eispanzer, von einer Mächtigkeit von 2000 - 3000m, auf denen selbst im Sommer eine frostige Durchschnittstemperatur herrscht. Da wird es natürlich auch weiterhin kein Tauwetter geben, außer in den küstennahen Bereichen, da würde das Eis ein bischen angeknabbert werden, was aber auch nicht viel Wasser für die Meere bringen würde.

Aber würde es jetzt mehr Regen oder Stürme in Deutschland geben, weil man sagt bei 1° Erwärmung ist mehr Energie in der Atmosphäre? Beim Regen könnt ich sagen, es gibt genug Länder auf Erden wo es durchschnittlich wärmer ist wie in Deutschland und auch nicht mehr Regen fällt, wie bei uns derzeit. Bei Stürmen könnte ich behaupten, das der warme Golfstrom ja bis an die Eiskante vom Nordpol reicht, also würde sich die Erderwärmung in der Arktis auch am stärksten bemerkbar machen und da die regelmäßig stärksten Orkane heutzutage ( außer Hurrikane) im Nordatlantik und südlich von Kap Horn auftreten, also da wo die Wassertemperaturen bei 4 bis 12° liegen , könnte diese Kaltwasserzone weiter nach Norden rutschen und wir hätten weniger Stürme. Man sieht hier sind Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

So mal eben was zu so genanten Wetterxtremen.Treten mal in einem Wintermonat zwei orkanartige Stürme auf ,dann heißt es immer gleich, das wird es jetzt in Zukunft immer geben, ist aber vollkommen normal, wenn im Winter eine lange milde Westströmung vorherrscht. Ich kann sagen, wir an der norddeutschen Küste hatten schon lange keine richtig schwere Sturmflut mehr, ist schon fast überfällig. Auch sonst ist mir in den letzten 40 Jahren keine besondere Wetteranomalie aufgefallen. Trockene und zu warme Frühjahre, kommen immer mal wieder fast periodisch vor. Es gibt immer mal zu kühle Sommer und zu warme Sommer, manchmal mit vielen Unwettern, mal gibt es Winter in denen es fast keinen Schnee und Frost gibt ( da konnte sich damals sogar meine Oma noch dran erinnern). In manchen Jahren treten auch die Flüsse mal über die Ufer, wo der Mensch aber auch mit an Schuld ist etc.


Die Menschheit greift schon lange ins Klima geschehen ein. Besonders stark seit der industriellen Revolution mit CO² und Treibhausgasen usw. Natürlich auch von mir unbestritten.

Nun jetzt ist ja die Durchschnittstemperatur in 100 Jahren um ca. 1° gestiegen und kein 150 IQ Wissenschaftler kann mir sagen, wie viel % von dem einen Grad auf den Menschen zurückzuführen sind und wie viel % davon auf natürliche Klimaschwankungen, die ja wie oben gelesen sehr launisch sind.


So zum Abschluß noch mal was für meine lieben Grünen und ökologischen Freunde. Ihr braucht auch in der Zukunft euer Strickzeug nicht einzumotten, denn selbst wenn es 5° wärmer werden würde, wäre es im Winter bei einem scharfen Ost zwar nicht mehr -20° kalt, aber immer noch kalt genug, um ohne Pudelmütze jämmerlich zu frieren."Kleiner Scherz nicht böse sein". Ihr müßt natürlich weiterkämpfen, denn wahrlich ich sage euch, bevor der Meeresspiegel um einen Meter gestiegen ist, werden alle Erdöl und Erdgasquellen versiegt sein und wenn uns bis dahin keine neuen Energiequellen zur Verfügung stehen, könnten plötzlich wieder Atomkraftwerke wie Pilze aus dem Boden schießen.

Bremerhaven Klima

Monat Durchschnitts-Temperatur
 Monat
Durchschnittliche Höchsttemperatur Durchschnittliche Tiefsttemperatur Durchschittlicher Sonnenschein am Tag Niederschlag in Liter pro Quadratmeter
Januar +  1°  +  4° -  2° 1  Stunde 56 Liter / m²
Februar +  2° +  5°   -1° 2 Stunden 36 Liter / m²
März +  4° +  7° +  1° 3 Stunden 48 Liter / m²
April +  8° + 12° +  4° 5 Stunden 47 Liter / m²
Mai + 12° + 17° +  7° 7 Stunden 57 Liter / m²
Juni + 15° + 20° + 10° 7 Stunden 73 Liter / m²
July + 17° + 21° + 13° 6 Stunden 78 Liter / m²
August + 17° + 21° + 13° 6 Stunden 72 Liter / m²
September + 14° + 18° +  9° 4 Stunden 67 Liter / m²
Oktober + 10° + 13° +  7° 3 Stunden 65 Liter / m²
November +  6° +  9° +  3° 2 Stunden 71 Liter / m²
Dezember +  3° +  5° +  1°   1  Stunde   66 Liter / m²

Hier hab ich mal gerundete Durchschnittswerte für Bremerhaven erstellt. Gut, durchschnittliches Wetter gibt es eigentlich so gut wie nie. Entweder ist es zu kalt oder es ist zu warm und daraus ergibt sich ja eben wieder der Durchschnitt.

Absoluter und relativer Luftdruck, Barometer richtig einstellen

Der Luftdruck nimmt mit zunehmender Höhe ab ( weiß ein jeder, das die Luft nach oben hin immer dünner wird). Das geschieht aber nicht gleichmäßig. In bodennahen Luftschichten nimmt der Luftdruck schnell ab, während sich mit zunehmender Höhe die Abnahme immer mehr verlangsamt. Von Meereshöhe aus gesehen nimmt der Luftdruck bis in 500 m Höhe, in etwa um 1 Hektopascal ( hpa, früher Millibar) auf 8 steigende Meter ab, während es in 5000 m Höhe schon etwa 16 steigende Meter sind. Dabei muss man aber auch noch Temperaturabhängige Toleranzen  (Sommer/ Winter) mit einbeziehen, die über einen Meter betragen können. 

Jetzt sieht man, will man seinen Luftdruck mit anderen Standorten vergleichen, muss man sich erst einmal auf eine Bezugshöhe der gemessenen Werte einigen, da ja im Prinzip alle Meßstationen Weltweit auf unterschiedlichen höhen angesiedelt sind. Dies hat man auch getan und sinnvoller Weise den tiefsten Punkt, sprich // die Meereshöhe, NN // gewählt. Das heißt jetzt nichts anderes, das der Luftdruck eines jeden Barometers auf Meereshöhe umgerechnet werden muss. Man gibt also immer einen relativen Luftdruck auf die Meereshöhe bezogen und nicht den wirklichen, absoluten Luftdruck an seinen Standort an.

Man rechnet seine Messergebnisse natürlich nicht jedesmal auf Meereshöhe um, sondern führt einmal eine Grundeinstellung am Barometer durch, so das immer auf Meereshöhe bezogene Werte angezeigt werden und kontrolliert diese mal von Zeit zu Zeit. Eigentlich bietet jedes Barometer eine Möglichkeit an, eine Grundeinstellung vorzunehmen. Einfache wandhängende Barometer haben meist eine Stellschraube an der Rückseite, die sich mit einen Schraubendreher erreichen lässt. Bei besseren elektronischen Wetterstationen gibt man einfach seine Standorthöhe ein und die Berechnung erfolgt dann automatisch. Aber das ist in meinen Augen viel zu ungenau!!! Erst einmal muss man dazu genau wissen, wie hoch sein Standort liegt und zweitens, mit was für einen Faktor rechnet die Station die Höhe um und drittens noch einmal meinen ersten Absatz durchlesen.

Woher weiss man dann jetzt, ob eine durchgeführte Grundeinstellung stimmt? Am besten sucht man sich eine benachbarte offizielle Meßstationen übers Internet, zb. Wetter com raus und übernimmt die Angaben oder ruft mal bei einer Station an, oder kurze Mail übers Gästebuch an mich ( wird nicht veröffentlicht) und ich such Euch das raus.

 


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